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Community Organizer Stefan Gierke

Als Community Organizer von DUaktiv bin ich in Duisburg täglich auf der Suche nach engagierten Menschen und ihren Organisationen: Vereinen, Gemeinden und Nachbarschaftsinitiativen die ihr Umfeld aktiv mitgestalten und ihre Interessen durchsetzen.

In der Studienzeit habe ich das erste Mal etwas über Community Organizing gelesen. Barrack Obamas Schriften/Veröffentlichungen darüber waren damals sehr populär. Seine Bücher trugen daher zur Verbreitung des Begriffs wesentlich bei. Einige Jahre später hielt ich wieder einen kurzen Artikel zu Bürgerplattformen in den Händen. Diesmal wollte ich Menschen kennenlernen, die das in Deutschland machen. Leo Penta und Andreas Richter ermöglichten mir den direkten Zugang zu dem Thema, den Leadern und ihrer eindrucksvollen Arbeit in den Berliner Bürgerplattformen.

Bis heute bin ich fasziniert von der Idee einer offenen, sich selbst organisierenden und durch starke Leader getragenen Zivilgesellschaft in Deutschland. Das ist wichtig, dafür setze ich mich ein und deshalb arbeite ich für die Bürgerplattform DUaktiv in Duisburg!

Motivation zum Community Organizing

Mich motivieren Bürger, die Lust haben auf politische Beteiligung. Nachbarn, die Verantwortung für sich und andere tragen können und wollen. Leader, die zivilgesellschaftliche Prozesse selbstsicher, verantwortungsvoll und gemeinsam mit anderen gestalten. Menschen, die wenn nötig ihre Rechte einfordern aber auch ihren Pflichten nachkommen. Bürgerplattformen können dabei helfen, sie zu unterstützen und ihre Organisationen zu entwickeln. Gemeinsam mit anderen Akteuren und mit planvollem, lernendem Handeln kann der Einzelne mehr erreichen.

Community-Organizer DICO Leo Penta

Meine Herkunft

Ich bin mit meinem Bruder in einer Potsdamer Plattenbausiedlung aufgewachsen. Unsere Verwandtschaft ist sehr groß. Meine Eltern haben nämlich viele Geschwister. Als Kinder haben wir diese umfangreiche und regelmäßige Gemeinschaft sehr genossen. Auch heute ist das noch so. Das ist bis heute noch so geblieben.

Zivilgesellschaftliches Engagement, gemeinschaftliches Handeln und Verantwortung haben uns früh geprägt. Zum Beispiel waren wir neben der Familie und Schule alle in Vereinen oder im Ehrenamt organisiert. Das hat damit zu tun, dass bereits meine Eltern früh Verantwortung für sich selbst und andere Zuhause übernehmen mussten. Sie kamen nämlich aus sehr armen Familien. Mein Vater starb leider früh, wodurch sich diese Haltung bei uns sehr verstärkt hat. Wir Kinder waren nach seinem Tod oft auf uns alleine gestellt. Schule, Freizeitsport, Familie mussten trotzdem weiterlaufen und wir Kinder haben dann einfach selber dafür gesorgt.

Geschichte, Gesellschaft und Politik

Politische Beteiligung oder gesellschaftspolitische Fragen waren nie ein Thema in unserer Familie. Konsequenterweise führten wir keine Debatten über Bürgerbeteiligung, Geschichte, Parteiprogramme oder Religion und Ungerechtigkeiten in der Welt. Dieses Wissen und die bereichernde Wirkung von Diskurs und Dissens, von Debatte und Kompromiss haben wir im Elternhaus leider nicht kennen gelernt. Für mich wurden das im Nachhinein durch die Auseinandersetzung mit der Deutschen und Europäischen Geschichte in der Schule interessant.

Nach dem Abitur bin ich durch die Wehrpflicht zur Bundeswehr gekommen und schließlich Offizier geworden. Das lag daran, dass ich mehr Verantwortung tragen wollte, die an uns gestellten Herausforderungen mochte und die Gesellschaft aktiv und positiv mitgestalten wollte.

Studium der Politikwissenschaft in Hamburg

In Hamburg studierte ich während der Ausbildung bei der Bundeswehr Politikwissenschaften. Diese Zeit war sehr prägend. Durch Auslandsaufenthalte wurde mir klar wie andere Gesellschaften funktionieren. Außerdem musste ich erkennen, dass die eigenen gesellschaftlichen Normen- und Wertevorstellungen keinen Allgemeingültigkeitsanspruch besitzen. Mir wurde vor Augen geführt, wie gut es uns in unserem Land und in Europa geht. Aber auch, dass es engagierte Menschen braucht, die Zivilcourage zeigen und sich für ihre Familien einsetzen. Also Persönlichkeiten die ihre Nachbarschaft, die Politik und die zivilgesellschaftlichen Interessen einer Bürgergesellschaft laut aussprechen. Nur so wird der Teil unserer Kultur gestärkt, der Toleranz, Teilhabe und Integration in unserer Gesellschaft fördert.

Mit Community Organizing und Bürgerplattformen zu mehr Anerkennung und Respekt in der Stadtgesellschaft

Ein Ergebnis in den Berliner, Kölner und Duisburger Bürgerplattformen sind neue Beziehungen zwischen den Menschen und ihren Gruppen. Diese Kontakte führen langfristig zu mehr Anerkennung und Respekt innerhalb der Nachbarschaften unserer Städte. Bürgerplattformen und Community Organizing in Deutschland tragen durch die Entwicklung und Unterstützung von aktiver Bürgerbeteiligung einen wichtigen Teil zur örtlichen Zivilgesellschaft bei.

Damit das auch zukünftig so bleibt, werden auch Sie ein starker Teil der Bürgerplattform DUaktiv!